Change of environment means change of behavior

Wird das Verhalten durch die Veränderung der Umwelt verändert – die Frage kann ich mit einen großen ‘Ja’ beantworten.
Ich bin jetzt seit fast 2 Monaten in China… wie schnell die Zeit vergeht…und habe mich jetzt auch langsam eingelebt. D.h. ich gewöhne mich jetzt an den Tages bzw. Wochenablauf. Neben meiner Arbeitszeit, was schon an sich anders ist als meine Vorlesungszeit, ist die Anzahl meiner Unternehmungen, die ich normalerweise mache, ziemlich gestiegen. Ich war bis jetzt fast jedes Mal auswärts essen – hoffentlich wird es sich das in nächste Zeit ändern und ich koche dann was selber – dann und wann mal gehe ich Billiard spielen (wie kriegen immer Rabatte ;) ) und ich bin fast jede Woche richtig weg.
Ich hatte seltenst so großen Kater wie hier…das liegt nicht daran, dass die Getränke in des Discos billiger sind, sondern dass Changzhou eine Stadt mit geringer Ausländerdichte ist. Bis jetzt wurde wir immer irgendwann zu einem Tisch hingezogen und konnten uns kostenlos bedienen…
Langsam hat sich bei mir einen Takt eingespielt: Jede zweite Woche in Changzhou feiern und Jede zweite Woche irgendwo hinfahren.
Letzte Woche war ich in Changzhou weg…jetzt ist wegfahren angesagt.

Das Ganze hat nur den Nachteil, dass ich fast genauso viel ausgebe wie in Deutschland. Deshalb werde ich nicht mehr so oft auswärts essen gehen und ein bisschen Geld sparen.

water and electricity

Zur Zeit ist Changzhou eine einzige Baustelle…Strassen werden erweitert oder neu gebaut…neue Wohnsiedlungen schießen aus dem Boden…alte Gebäuden werden saniert…Brücken werden gebaut. Das Letztere betrifft uns sehr stark, weil es 2 Brücken sind, die unsere Compound mit der Innenstadt verbinden. Da beide geperrt sind, muss man immer einen Umweg in Kauf nehmen. Dieser ist allerdings auch eine Brücke, dass ebenfalls zur Zeit in Bau ist. Die Umleitung dafür ist genauso halsbrecherisch wie die Arbeitssicherheit in China. Man muss zunächst unter der Brück durchfahren und dann links abbiegen auf die Auffahrt und dann noch mal direkt wenden, um auf die richtige Strassenseite zu kommen. Blöd ist leider, dass die Fahrspur mit die Spur der Autos kreuzt, die aus der Stadt kommen und eben falls nach links auf die Ausfahrt wenden müssen, weil die weiterführende Strasse in Bau ist…ich hoffe, das hat jemand kapiert.
Genauso kann die Stadtverwaltung einfach für 2 Tage die Wasserversorgung für einen ganzen Stadtteil abdrehen. So standen wir von Donnerstag abend bis Samstag früh ohne Wasser da. Trost was zumindest, dass wir 4 Stunden vorher die Nachricht davon bekommen haben und entsprechend Vorbereitung treffen konnten…d.h. jede Eimer oder großen Behälter mit Wasser vollgefüllt..die Duschwanne ging nicht, weil sie undicht war. Worüber ich froh bin, dass es mir nicht passiert ist, was einem Freund von mir passiert ist, ist…er hatte zunächst

kein Strom, weil der Vermieter vergessen hat, für den Strom zu zahlen
kein warmes Wasser… aus welchen Grund auch immer
überhaupt kein Wasser…genauso wie alle anderen.

Fazit: China ist immer ein Abenteuer wert….

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Dongjing, Beijing, Xian und Nanjing

Oben sind 3 chinesische und 1 japanische Stadt gemeint. Die zweite Stadt wird wohl jeder kennen – Beijing oder auf deutsch Peking, Hauptstadt von China und wörtlich übersetzt „Stadt der Nordens“. Dongjing heißt auf deutsch Tokyo oder wörtlich übersetzt „Stadt des Ostens“. Xian fällt ein bissche aus der Rolle, weil es nicht mit „Jing“ endet, aber es geht trotzdem als „Stadt des Westens durch“. Und wie kann es anders sein, Nanjing ist die „Stadt des Südens“. Worauf ich damit hinaus will ist, dass ich vor längere Zeit bereits in Beijing und Xian war und kürzlich auch in Nanjing, sodass nur noch Tokyo und ich dann behaupten kann, dass ich in allen Städten der 4 Himmelsrichtungen gewesen wäre. Mal sehen, ab wann ich es tun kann.
Während Peking durch Sehenswürdigkeiten wie Platz des himmlischen Friedens und Xian durch seine Terakottasoldaten berühmt ist, ist Nanjng international nicht sehr bekannt. National bekannt ist es durch den Purpurnen Berg, der direkt am Stadtrand liegt. Den haben wir leider nicht besucht, weil die Zeit nicht dafür ausgereicht hat. Pluspunkt der Stadt ist der große See, der direkt vor dem neuen Bahnhof der Stadt liegt, weshalb wir einen ausgiebigen Spaziergang entlang der Promenade und über die 3 Inseln, die über Brücken miteinander verbunden sind, durch den See gemacht haben (35 Yuan Eintrittsgebühr).
Nanjing in der FerneAuf der Insel2 in NanjingHochzeitsfoto
Auffällig waren die vielen Hochzeitspaare, die sich auf der Hauptinsel ablichten ließen. In China ist es allgemein üblich, Hochzeitsfotos professionell machen zu lassen. Damit ist nicht nur der Fotograf inklusive Assistent gemeint, sondern auch der Stylist und Friseur und die Hochzeitsklamotten. Die meisten können sich keinen Hochzeitskleider leisten, zumal es unsinnig ist, ein Kleid nur für einen Anlass zu kaufen… Deshalb gibt es Fotostudio, die diesen Service anbieten. Insgesamt haben wir an die 6 Paare in Park in den verschiedensten Posen – mit oder oder Stofftier – gesehen.
Danach ging es mit der einzigen Ubahnlinie der Stadt Richtung Süden zum Konfizius Tempel. Wie es sich leider herrausgestellt hat, war dieser ziemlich klein (Eintrittspreis 30 Yuan) und mit einer Gegend, das vorgibt, Altstadt zu sein – die vielen Markenläden entlang der Strassen verbreiten nicht gerade die Atmosphäre einer Altstadt.
Sicht aus unserem Restaurantalte WohnviertelME
Deshalb habe wir uns auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit durch eine noch nicht abgerissene Wohnviertel gewagt – man muss schon dabei gewesen sein, damit man weiß wie es wirklich aussieht… Für mich selber hat es eher einen vertrauten Eindruck gemacht…das ist etwas, was zur China dazu gehört und was ich sogar vermissen würde, wenn es weg wäre.
Der Denkmal an das Massaker von Nanjing (35 Yuan) ist im klassischen kommunistisch Stil gebaut..gedrungen, geometrisch schlicht und sehr viele Kanten. Schön war der kleine Wald, der drum herum gebaut wurde – und auch sehr still…normalerweise werden in Parks immer Hintergrundmusik gespielt…aber dort war es überaus ruhig…kein Strassenlärm….herrlich…
Nach einen Teponyaki zum Abendessen ging es schon zurück nach Hause…

P.S. danach haben wir zwei bis 4 Uhr gefeiert ;)

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VPN and Shanghai

Der Great Firewall of China ist ganz schön schwer zu knacken. Das VPN-Client der TUM funktioniert nicht und mit dem Programm tor geht es auch nicht. Gut, dass es für Firefox das Add-on gladder gibt, wo man über Proxys auf geblockte Seite zugreifen kann.
Natürlich sind dieser total ausgelastet, dass es nur gelegentlich klappt.

Edit: Hab endlich den Trick rausgefunden, den Firewall mit dem VPN Client zu umgehen. Unbegrenzt surfen ist einfach herrlich… :)

Nun zu den schönen Dinge im Leben. Ich wollte schon letzte Woche einen Artikel zu meinem Besuch in Shanghai schreiben, was sich unfreiwilliger Weise doch hinausgezögert hat. Aber Shanghai ist immer noch einer Erwähnung wert.
Vorerst eine Bemerkung, falls jemand abends weggehen will und noch keine weiblich Begleitung hat, der soll zum Tong Ren Lu fahren. Dort sind einige Discos, vor denen einige Damen in Highheels warten. ;) Daran sind wir vorbeigefahren, als wir nach Orten gesucht haben, wo man abends weggehen konnte. Allerdings hatten wir beim ersten Laden nicht so viel Glück und sind in einer Bar gelandet, wo die Damen statt draußen, drinnen gewartet haben… Deshalb sind wir ganz schnell wieder rausgegangen und haben auch in der Nähe einen sehr guten Laden gefunden, wo das Bier zwar teuer war, dafür die Musik und Sonstiges in Ordnung war… sind etwa bis 3 bis 4 Uhr geblieben… so schlecht war es auf jeden Fall nicht…
Tagsüber haben wir uns die Stadt angesehen. Den Fernsehturm, der Bund, ein bisschen NanJing Lu und noch ein bisschen Pudong und seine viele Wolkenkratzer. Am 2. Tag ging es dann nach der fast durchzechten Nacht zum Fakemarkt, wo ich mir 2 T-Shirts und 1 Paar Puma Sneaker ersteigert habe. Da wurde mir auch die erste Beleidigung in China vorgeworfen. Für einen T-Shirt wollte die Verkäuferin 120Yuan haben und ich war so neugierig und wollte die Verhandlung auf Englisch führen. Mein Angebot war 20 Yuan… und das war wohl etwas zu niedrig. Denn daraufhin sagte die Verkäuferin: „You’re crazy!“ und riss mir den T-Shirt aus der Hand… Damit war die Verhandlung beendet und ich habe danach nur auf Chinesisch verhandelt…
Alles in allem ist Shanghai eine große, teuer, aber auch schöne Stadt und sehr sehenswert.
die höchsten Skyscrapers in ShanghaiPudong bei NachtGegensätzeBund bei Nachtim Fernsehturm

a not working VPN Client

Nachricht an Dominik:
Der VPN Client von lrz funktioniert nicht. The Great Firewall of China entdeckt immer noch die Verbindung und lässt mich nicht an meinem Blog. Da muss man sich den Software von Nürnberg zur Vorbild nehmen.

Durch die ungewollte Unterbrechung gibt es jetzt natürlich viel zu berichten. Falls ich irgendwann wieder Zugang zum Blog haben sollte – was hoffentlich bald sein wird….irgendwie muss man es irgendwie anstellen können…mit legalen oder illegalen Mitteln…., dann werde ich wieder regelmäßig bloggen… Mal schauen…